Poker-Begriffe

Lernen Sie die Poker-Begriffe in unserem Poker-Wörterbuch.

Action: Die Platzierung von Einsätzen in den Pot. Ein actionreicher Tisch, ist einer, bei dem viel gesetzt, geraist, un ge-re-raised wird – mit anderen Worten: Einsatz-Action.

Advertise: Als Advertising bezeichnet man normalerweise das Zeigen eines schwachen Blattes, um den Eindruck zu erwecken, dass Sie äußerst locker oder generell schwach spielen.

Aggressive: Ein Spielstil, der durch häufiges Raisen und Re-Raisen gekennzeichnet ist.

All-in: Wenn ein Spieler seine gesamten Restchips in den Pot wirft, wird dieser Spieler als “All-in” bezeichnet. Wenn man (wie in den meisten Fällen) mit Tischeinsätzen spielt, ist ein All-In-Spieler nicht berechtigt, Geldeinsätze zu gewinnen, die über den letzten Einsatz (Side Pot) hinausgehen. Stattdessen kann er nur den Main Pot erhalten

Ante: Ein erzwungener Einsatz von geringem Betrage, den jeder Spieler vor jeder Runde zu tätigen hat.

Back door: Eine Back door ist ein Blatt, bei dem die letzten beiden Karten verwendet werden. Beispiel: Wenn Sie bei Hold’em ein AhTh auf der Hand halten und der Flop ein Ad4c9h bringt, haben Sie ein hohes Paar und einen Back door Flush Draw. Der Back door Draw ist zwar nicht außergewöhnlich aufregendes, gelegentlich kann er aber sehr gelegen kommen. Wenn Sie damit beschäftigt sind, Ihr Blatt zu spielen, machen Sie u.U. manchmal einen Back door Flush, ohne es überhaupt zu merken.

Bad beat: Verschiedene Leute haben unterschiedliche Auffassungen darüber, was denn nun alles unter dem Begriff Bad Beat zu verstehen sei. Ein Sache ist sicher: Man muss bei dem Blatt verlieren. Wodurch wird der Beat bad? Vielleicht: Sie verlieren in einer Situation, in der Sie als Favorit gelten; Sie verlieren mit einem Blatt, von dem man wahrscheinlich nicht angenommen hätte, dass Sie es folden würden; Sie haben so unmöglich verloren, dass Sie das Gefühl haben, jedem die Story mehrfach zu erzählen; Sie verlieren gegen jemanden, der Sie nicht hätte schlagen können, wenn er nicht einen Fehler gemacht und sehr, sehr viel Glück gehabt hätte; Sie verlieren auf deine Art und Weise, die für Sich ausgeschlossen war, bevor Sie ihr selbst zum Opfer fielen; oder mehr als einer am Tisch kommentiert Ihre Niederlage mit einem herzhaften “ach du Sch…”..

Bankroll: Der Gesamtbetrag den jemand setzen kann und möchte. Viele Spieler trennen den Bankroll von ihren übrigen Finanzen. Ein passender Bankroll für ein bestimmtes Spiel (unter der Annahme positiver Erwartungen) wäre ein Betrag, der groß genug ist, um die erwarteten Varianzschwingungen auszugleichen. Bei einem Spiel mit negativer Erwartung sollte der Bankroll nicht auslaufen, bevor Sie sterben.

Bet: “To bet” bedeutet, Geld in den Pot zu legen, normalerweise zur Eröffnung des Spiels

Blank: Eine Karte, die nicht danach aussieht, als ob sie Ihnen in irgendeiner Weise helfen könnte. Auch bekannt als Brick.

Blind: Ein Blind Bet oder Blind ist ein erzwunger Einsatz, der getätigt werden muss, bevor irgendwelche Karten ausgeteilt sind. Um den Pot zu Beginn zu füllen, sind Blinds eine Alternative zum Ante. Blinds werden eher in Flop-Games wie Hold’em oder Omahapoker denn bei Stud oder Draw-Games benutzt. In Hold’em müssen üblicherweise die beiden Spieler zur Linken des Dealerbuttons den Blind-Einsatz tätigen. Bei begrenztem Spiel beträgt der Small Blind (zur Linken des Croupiers) i.d.R. die Hälfte des kleinen Einsatzes, woindessen der Big Blind (zur Linken des Small Blinds) dem vollen Betrag des kleinen Einsatzes entspricht.

Bluff: Ein Bet mit einem schwachen Blatt (typischerweise einer “busted hand”), der darauf abzielt, die anderen Spieler zum folden zu bringen. Ein bluffender Spieler hat normalerweise nur geringe bis gar keine Chancen, einen Showdown zu gewinnen, spekuliert aber darauf, dass die anderen Spieler aussteigen, wenn sie selbst nicht besonders gute Karten haben.

Board: So werden die Communitycards (Gemeinschaftskarten) in einem Flopspiel (z.B. Hold’em) oder die aufgedeckten Karten in einem Stud-Spiel (z.B. Seven Card Stud) bezeichnet. Jemand, der das “Board spielt”, verwendet keine seiner Holecards.

Boat: Eine andere Bezeichnung für Full House.

Broadway: Ein Ass high straight.

Bust: Wenn man kein Geld mehr hat – vor allem bei Turnieren.

Button: Ein Button ist ein Markierungspunkt, üblicherweise eine Plastikscheibe, die dazu benutzt wird, eine bestimmte Position auf dem Tisch zu kennzeichnen. Normalerweise deutet dieser Button auf die Position des Dealers hin, bzw des Spielers, der den Posten gerade inne hat. Bei Spielen mit einem Profi-Dealer vom Haus (welcher dann selbst nicht mitspielt), markiert dieser Button die Position des Spielers, der die letzte Karte bekommt und auch als letztes in einem Spiel mit fester Reihenfolge agiert. Dieser Spieler wird als “On the Button” bezeichnet.

Call: Callen bedeutet, mit einem aktuellen Einsatz (Bet) mit- bzw. gleichzuziehen. Gab es einen Bet über 10$ und einen Raise über 10$, kostet es 20$, um zu callen. Callen ist die billigste (und passivtste) Methode, um in einer Runde zu bleiben.

Calling station: Ein Spieler, der zu oft callt, wird manchmal als Calling Station bezeichnet. Ein solcher Spieler wird Ihnen oft in die Hände spielen und gleichzeitig selten in der Lage sein, relativ gute Blätter selbst durczusetzen (siehe: passive). Auf der anderen Seite kommen solche Spieler häufiger durch die Backdoor als andere und haben öfter unerwartete Blätter, wodurch es gelegentlich für andere Spieler frustrierend werden kann, gegen sie zu spielen, vor allem, wenn es viele von ihnen gibt.

Capped: Bei begrenzten Spielen (limit games) repräsentiert der Cap (Kappe, Verschluss) die maximal mögliche Anzahl an Raises in einer Einsatzrunde. Vielerorts liegt diese bei 3 mit insgesamt 4 Bet-Runden.

Case: Die vierte Karte auf einem bestimmten Rang.

Check: Wenn vor Ihnen noch niemand einen Einsatz getätigt hat, können Sie checken, was etwa gleichbedeutend mit dem Callen eines Einsatzes über 0$, bzw. dem passen Ihres Zuges ist. Wenn alle Spieler am Tisch in der gleichen Runde checken, nennt man dies “checked around” und es gibt eine Karte umsonst.

Check-raise: Ein Check-Raise ist genau das, wonach es klingt – ein Raise, nachdem Sie bereits in einer Einsatzrunde gecheckt haben. Check-Raises können dazu benutzt werden, einen Spieler in die Falle zu locken, der z.B. bei einer einfachen Bet gefoldet hätte, beim Check jedoch öffnen würde.

Chips: Pokerchips sind kleine runde Scheibchen, die anstelle von echtem Geld an einem Pokertisch benutzt werden.

Cold call: Cold calling bedeutet, mehr als einen Ensatz zur gleichen Zeit zu tätigen. Wenn ein Spieler setzt, jemand anders raist und ein dritter Spieler beide Einsätze Callt, so ist dies ein Cold Call. Dies steht im Gegensatz zu der Situation, wo ein Spieler einen Einsatz vor dem raisen callt und dann wiederum den Raise callt.

Connectors: Karten von aufeinanderfolgenden Rängen, vor allem Pocket Cards, werden als Connectors (=Verbinder) bezeichnet.

Community cards: (=Gemeinschaftskarten) Aufgedeckte Karten, die von allen Spielern gemeinsam in einem Blatt verwendet werden. In Flop-Spielen gibt es fünf Community Cards.

Dealer: Dealen bedeutet, Karten während einer Runde auszuteilen. Die Person, die dies durchführt, wird als Dealer bezeichnet (auch: Croupier).. Normalerweise deutet dieser Button auf die Position des Dealers hin, bzw des Spielers, der den Posten gerade inne hat. Der Button markiert die Position des Spielers, der die letzte Karte bekommt und auch als letztes in einem Spiel mit fester Reihenfolge agiert.

Dealer’s choice: Eine Art Poker, bei der vom Dealer bestimmt wird, welche Pokervariante gespielt wird.

Double gutshot: Ein Double Gutshot (Belly Buster) ist ein Blatt, in dem zwei Straight draws beinhaltet sind. Beispiel: 79TJK wird sowohl mit einer 8, aber auch mit einer Dame zum Straight. Es ist in etwa vergleichbar mit einem open-ended straight draw, abgesehen davon, dass der Double Belly-buster trügerischer ist und die Leute meistens nicht einmal merken, wenn sie einen haben.

Drawing dead: Zu ziehen, wenn sich herausstellt, dass Sie sogar verlieren würden, wenn Sie dass ziehen, was Sie sich wünschen. Am einfachsten erklärt am Beispiel Hold’em: Sie haben einen Fourflush mit KQ’s aber jemand anders hält A5er und hat bereits ein Paar Asse sicher – draw dead (Sie ziehen tot): Wann immer Sie einen Flush kriegen, hat der andere einen besseren Flush.

Expected value: Als Expectation bezeichnet man die Profitrate (oder Verlustrate), die Sie erwarten würden, wenn es bei dem Spiel auf lange Sicht (d.h. eine große Anzahl von Spielen) keine Ergebnisstreuung gäbe.

Family pot: Wenn alle am Tisch etwas in den Pot einzahlen.

Fill up: Einen Full House entweder von einem Dreier oder zwei Paaren zu drawen.

Fish: Ein schlechter Spieler. Ein schrecklicher Spieler! Ein Spieler, der tendentiell viel Geld in den Sand setzt.

Flop: Bei einigen Spielen, so etwa bei Hold’em und Omaha, wird mit mti fünf Gemeinschaftskarten gespielt. Die ersten drei davon werden gleichzeitig ausgeteilt und “The Flop” genannt. Spiele, bei denen es einen Flop gibt, werden auch “Flopgames” genannt.

Fold: Das Blatt aufgeben, üblicherweise, wenn jemand anders einen Einsatz getätigt hat, bei dem Sie nicht mehr mitzugehen gewillt sind. Gefoldet wird normalerweise, indem man die Karten von sich weglegt.

Free card: Immer, wenn Sie eine weitere Karte erhalten können, ohne einen Einsatz callen zu müssen, handelt es sich um eine Freecard (man sagt, sie sei herumgecheckt worden). Grundsätzlich wollen Sie Freecards, wenn Sie sich verbessern müssen und Sie vermeiden sie, wenn Sie in Führung liegen.

Gutshot straight draw: Ein insight straight draw.

Heads-up: Spiel zwischen nur zwei Spielern.

Hi/Lo: Bei Hi-Low Split-Spielen geht die Hälfte des Pots an das beste Blatt (“the high”) und die andere Hälfte an das schlechteste. Die Kriterien, welches denn nun das schlechteste Blatt sei, sind unterschiedlich (siehe: low).

Split-Games werden oft auch mit einem Qualifier gespielt, bei dem etwa die Low-Hand 8 oder besser sein muss. Das heißt, dass die Low Hand fünf ungepaarte Karten über 8 oder weniger beinhalten muss. Omaha und Seven Card Stud sind die populärsten High-Low Split-Games.

Wenn ein Spieler den High-Pot gewinnt und zwei weitere Spieler ein Unentschieden über den Low-Pot haben, erhält der High-Winner die Hälfte des Gesamtpots, während die Unentschiedenen sich ihre Hälfte untereinander gleichmäßig aufteilen müssen.

Hole cards: Ihre ersten zwei verdeckten Karten. Siehe auch: Pocket.

Initial deal: Die ersten ausgeteilten Karten, befor die Spieler eine Entscheidung treffen müssen.

Inside straight draw: Ein Inside Straight Draw ist ein Draw auf einen Straight, bei dem eine der Karten in der Mitte fehlt (anstelle von einer am Ende). 4578 wäre etwa ein Inside Straight, 4567 ein Outside Straight. Wird auch One-Gapper oder Gutshot genannt..

Joker: Der Joker ist eine zusätzliche Karte im Deck, welche in einigen Spielen benutzt wird.

Kicker: Die höchste, ungepaarte Karte auf Ihrer Hand, die kein Teil eines Straight oder Flush ist – d.h., die Karte, nur durch sich selbst zu der Stärke Ihres Blattes beiträgt. Beispiel: Sie halten AA743 – dann haben Sie ein Paar Asse mit einem Kicker von 7. Blätter mit fünf Karten – Straights, Flushs und Full Houses – haben per se keinen Kicker. In Spielen mit Gemeinschaftskarten sind Kicker besonders wichtig, da es für die Spieler leicht passieren kann, die gleichen Blätter zu haben. Beispiel: Sie halten A8 und jemand anders A7. Der Flop zeigt AK642. Dann haben Sie ihren Gegner aus dem Spiel “gekickt”.

Lock: Ein Lock ist ein Blatt, mit dem der Spieler garantiert einen Teil des Pots gewinnen wird. In einem High-Low Split-Game etwa nennt man die bestmögliche Lowhand einen “Lock Low”. Siehe auch: Nuts.

Loose: “Loose” zu spielen bedeutet nichts anderes, als mehr Blätter zu spielen und länger an ihnen festzuhalten. Ein “loose table” ist ein Tisch, welcher von “loose players” sozusagen dominiert wird. “Loose” muss nicht immer schlecht sein – exzessiv enges Spiel kann genauso teuer werden, vor allem in höheren Spielstufen.

Lowball: Draw-Spiel mit fünf Karten, das nur auf “low” gespielt wird (das heißt, das schlechteste Blatt erhält den gesamten Pot.

Monster: Ein extrem starkes Blatt, bei dem es fast sicher ist, dass es den Pot gewinnt.

Mucked Ein Haufen abgelegter Karten vor dem Croupier oder die Handlung, Karten diesem Haufen hinzuzufügen (und sie somit aus dem Spiel zu legen)..

No Limit: Wie Sie wohl schon erraten haben, handelt es sich hierbei um ein Spiel, bei dem es keine Begrenzungen für die Bets und Raises gibt. Beachten Sie aber, dass die Spieler bei Stake-Games weiterhin an den Betrag gebunden sind, den sie vor sich liegen haben.

Nuts: Die “Nuts” ist das bestmögliche Blatt. Am meisten Sinn ergibt dass bei Flopspielen wie Hold’em, bei denen die Gemeinschaftskarten so ziemlich für jeden die gleiche “Nuts” determinieren. Eine Ausnahme findet sich, wenn durch Ihre Holecards ein besseres Blatt unmöglich gemacht wurde. Bei einem Board von AAK52 wäre die Nuts für den Betrachter AA, jedoch würde tatsächlich ein Spieler mit AK die Nuts halten (unter der Annahme, dass die 2 und die 5 eine andere Farbe hätten, als eines der Asse.

Off suit: “Nicht von der gleichen Farbe”, vor allem, wenn man von Hole Cards spricht. Oft auch einfach zu “off” abgekürzt.

Open-ended straight draw: Ein Straight Draw wird als “open-ended” bezeichnet, wenn er aus vier aufeinanderfolgenden Karten besteht (von denen keine ein Ass ist). Der Straight kann von beiden Seiten vollendet werden. Siehe auch: Double Belly Buster und Inside Straight.

Open pair: Ein offenes Paar bei Seven Card Stud ist ein entblößtes Paar – eines unter Ihren Upcards.

Outdraw: Ein besseres Blatt als des Gegners mit den gezogenen Karten zu erhalten wird als “Outdraw” bezeichnet.

Outs: Ein Out ist eine Karte, mit der Ihr Blatt sich verbessert, üblicherweise eine, von der Sie denken, dass Sie durch diese das Spiel gewinnen könnten. Bei Hold’em hat ein Open-Ended Straight Draw acht Outs (die vier Karten jedes Ranges, mit denen der Straight vervollständigt werden kann). Es können aber auch nur sechs sein, wenn zwei gleichfarbige Karten auf dem Tisch liegen und jemand nach dem Flush zieht.

Overpair: Bei Flopspielen ist dies ein Pocketpair, das höher ist, als die höchsten Karten beim Flop. Wenn Sie AA halten und der Flop K62 zeigt, haben Sie ein hübsches Overpärchen

Paint: A Bube, König oder Dame (d.h. eine Karte mit einem Bild darauf).

Passive: “Passiv” ist eine durch relative Abneigung gegenüber Einsätzen und Mitgehen gekennzeichnete Spielweise. Das ist nicht mit “tight” zu verwechseln. So wird etwa ein normaler loose-passive-Spieler stets mit allem Möglichen callen, jedoch nur dann auch raisen, wenn seine Hand besonders stark ist (siehe: Calling station). Ein “passiver” Tisch ist einer mit vielen passiven Spielern, bei dem z.B. nur wenige Blätter vor dem Flop geraist werden.

Pay off: Bei dem Call eines Spielers mitzugehen, bei dem Sie einigermaßen sicher sind, dass Sie verlieren werden. Sie sollten einen wirklich guten Grund haben dass zu tun (z.B. heftiges Mitleid – aber auch, um herauszufinden, ob die anderen noch bluffen usw.)! Schwache Spieler führen häufiger einen Payoff durch als starke.

Pocket cards: Die zwei Karten, die Ihnen bei Hold’em oder Seven Card Stud verdeckt ausgeteilt werden, bezeichnet man als Pocket Cards (eher Hold’em) oder Hole Cards (eher bei Stud).

Position bet: Ein “Position Bet” ist ein Einsatz, der eher aus der Stärke der jeweiligen Position als aus der Stärke des Blattes getätigt wird. Ein Spieler am Button bei Hold’em ist in einer guten Position, sich den Pot unter den Nagel zu reißen, wenn niemand eröffnet.

Pot limit: Jedes Spiel, bei dem der maximale Einsatz oder Raise der Größe des Pots entspricht. Für Raises ist der Call in der Größe des Pots eingeschlossen, d.h. wenn der Pot 100$ groß ist und Spieler A setzt 100$, kann Spieler B mit maximal 400$ raisen (er callt die 100$ und raist dann die Größe des 300$-Pots um 100$ auf 400$).

Post: “To post a bet” bedeutet, Ihre Chips in den Pot (oder vor Sie selbst, so dass man jedenfalls Ihren Einsatz zählen kann) zu platzieren. Bei Poker meint “posting” normalerweise einen erzwungenen Einsatz, wie etwa einen Blind.

Pot: Das gesamte Geld in der Mitte des Tischs, welches der Spieler mit dem siegreichen Blatt erhalten wird, ist der Pot.

Alle Spieler, die bislang noch nicht gefoldet haben, werden als “in the Pot” bezeichnet. Ein Spieler, der einen Starteinsatz gecallt hat, wird als “in den Pot eingestiegen” bezeichnet (“he entered the pot”).

Pot odds: Das Verhältnis zwischen dem Betrag im Pot und dem Betrag, den es Sie kostet, einen Einsatz zu callen. Je größer die Pot Odds, desto wahrscheinlicher sollten Sie callen (ceteris paribus), da Sie seltener gewinnen müssen (auf lange Sicht) um der Wette einen positiven Erwartungswert zu geben.

Play the board: Wenn bei Hold’em Ihr bestes fünf Karten-Blatt die fünf Gemeinschaftskarten verwendet, “spielen Sie den Tisch” (play the board). Das beste, was Sie in diesem Fall tun können ist, den Pot mit jedermann zu teilen, der callt. Nichtsdestotrotz kann setzen eine gute Idee sein, wenn Sie das Gefühl haben, dass auch sonst niemand etwas besseres zusammen bekommt. Beispiel: Das Board zeigt ThJhQdKdAd, dann müsste jemand zwei Karo (d=Diamonds) besitzen, um nicht das Board zu spielen.

Quads: Four of a kind.

Rabbit hunting: Als Rabbit Hunting (Hasenjagt) wird das Fragen bezeichnet, welche Karten gekommen wären, wenn ein Blatt weiter gespielt worden wäre. Beispiel: Wenn ein Hold’em Spieler einen Flush Draw foldet, aber gerne wissen würde, ob der Flush gekommen wäre, bittet er evtl. den Dealer um Austeilung der nächsten Karten. In einigen Cardrooms ist das nicht erlaubt.

Raise, re-raise: Nachdem jemand in einer Runde die Einsätze eröffnet hat, wird der Betrag, um den der Einsatz erhöht wird, als Raise bezeichnet. Beispiel: Das Einsatzlimit beträgt 5$ und Spieler A setzt 5$. Dann kann Spieler B folden, die 5$ callen oder auf 10$ raisen. Kenntnisreiche Spieler wundern sich, wenn jemand “raise” sagt, um einen Eröffnungseinsatz anzukündigen. Normalerweise wissen sie aber, was Sie meinen. Jeder Raise nach dem ersten Raise in einer Runde. Spieler A setzt, Spieler B raist, Spieler C (oder wieder A) re-raist. Siehe auch: Cap und Check-Raise.

Rake: Der Betrag, der durch die Spielbank von jedem Pot abgezogen wird. Bei Medium und High-Limit Spielen wird i.d.R. ein Zeitbetrag erhoben anstelle eines Rakes. Ein typischer Low-Limit Rake sind 10% des Pots bis zu einem Maximum von 4$. Am gleichen Tisch andernorts kann der Rake dem Big blind entsprechen, während der Small blind in den Jackpot wandert.

River: Die letzte von 5 Community-Karten bei Flopgames (z.B. Hold’em und Omaha). Gelegentlich als “fifth street” bezeichnet. Manchmal wird die letzte Karte in nicht-Flop-Spielen wie Seven Card Stud als River bezeichnet.

Rock: Ein Spieler, der eine extrem kompakte, geduldige Spielweise an den Tag legt, wird als “Rock”, also als Fels bezeichnet. Durch Rocks entsteht nicht viel Action am Tisch und wenn sie in einen Pot eintreten, werden sie relativ häufig als Favoriten gehandelt. Dies ist an manchen Tischen eine ordentliche Strategie (vor allem an Tischen mit lauter Maniacs). Gute Spieler mit abwechslungsreicheren Strategien werden jedoch letztendlich den Fels in die Brandung stürzen können.

Rolled up: Bei Seven Card Stud werden Three of a Kind bei den ersten drei Karten als Rolled up X’s bezeichnet, wobei X den Rang der Karten widerspiegelt. Sowohl vom Spieler als auch vom Blatt sagt man, er/sie/es sei “rolled up”..

Scoop: Den gesamten Pot zu gewinnen.

Semi-bluff: Ein Semi-Bluff ähnelt einem Bluff, mit der Ausnahme, dass der Semibluffer auch einigermaßen in der Lage ist, das Siegerblatt zusammenzustellen. Die Idee dabei ist folgende: Wenn weder der Bluff noch der Draw eine positive Gewinnerwartung haben, so hat diese evtl. eine Kombination aus beidem. Auf einen schwachen Draw zu setzen ist oft nur als Semibluff richtig.

Set: Three of a kind mit zwei Holecards.

Shark: Ein gutter solider Spieler, welcher viel Geld von schlechten Spielern gewinnt.

Showdown: Wenn nach den Einsätzen immer noch mehr als ein Spieler im Pot verbleiben, beschreibt der Showdown den Vorgang, den Sieger zu ermitteln. Der letzte Spieler, der öffnen oder raisen kann, muss normalerweise seine Karten als erstes zeigen und alle anderen können dann versuchen, ihre Karten wegzuschieben, wenn sie der Ansicht sind, verloren zu haben.

Slow-playing: Slowplay bedeutet, bei einem sehr starken Blatt zu wenig zu setzen. Der Sinn des Slowplaying besteht darin, anderen Spielern die Chance zu geben, bessere zweitplatzierte Blätter zu ziehen und Ihre eigene Stärke zu verschleiern. Anstatt früh zu setzen und so den Verlust von zukünftiger Handlungsfähigkeit zu riskieren, bedeutet Slowplay checking und calling. Es ist natürlich am ratsamsten, zu slowplayen, wenn Sie über ein Blatt verfügen, an das kaum einer heranreichen kann (z.B. Four of a Kind). Slowplay ist nicht das gleiche wie Check-raising, aber die beiden strategischen Optionen ähneln sich insofern, dass beide oft darauf abzielen, Geld in den Pot zu erschleichen, wenn Sie schon fast sicher wissen, dass Sie gewinnen werden.

Small blind: siehe Blind.

String bet: In den meisten Cardrooms müssen Sie einen Einsatz als Ganzen tätigen. Das bedeutet im Klartext, dass Sie nicht raisen können, indem Sie gerade genug zum Callen hinlegen um dann auf Ihren Stack für einen Raise zurückzugreifen.

Suited connectors: Karten von aufeinanderfolgenden Rängen in gleicher Farbe.

Tell: Ein “Tell” ist eine Angewohnheit oder ein Verhalten, dass anderen Spielern mehr Informationen über ein Blatt gibt, als sie normalerweise durch das normale Lesen des Spielers erhalten hätten. Beispiel: Immer wenn Sie bluffen, spielen Sie unbewusst mit Ihren Chips herum. Oder vielleicht fällt Ihnen auf, das der eine Gegner stets mit den Augen zu zwinkern anfängt, sobald er ein starkes Blatt auf der Hand hat. In “The Body Language of Poker” beschreibt Mike Caro eine Reihe von solche “Tells”, die bei unerfahrenen (aber auch bei erfahrenen) Spielern beobachtet werden können.

Tight: “Playing Tight” (etwa: kompakt, eng spielen) bedeutet, an weniger Blättern teilzunehmen und diese auch noch früher zu folden, als andere Spieler. Ein “tight table” wird von “tight players” dominiert. “Tightness” wird allgemein als gute Sache gesehen und kann vor allem bei Spielen auf niedrigem Niveau ein Vorteil gegenüber den anderen Spielern sein. “Tightness” sollte nicht mit Passivität verwechselt werden. Viele gute Spieler empfehlen eine “tighte”, aggressive Strategie.

Tilt: Gutes Poker erfordert eine hohe Disziplin. Selbst gute Spieler reizt es jedoch gelegentlich, Dinge zu tun, die sie normalerweise verurteilen würden – wenn sie frustriert, wütend oder aus anderen Gründen nicht mehr rational handeln können. Dann “tilten” sie. Das ist dann so wie bei einem Flipper, mit dem Unterschied, dass der Tilt Sie da nur 50 Cent kostet. Typisches Tiltplay ist viel zu unzusammenhängend und häufig äußerst aggressiv, da ein “tiltender” Spieler den Pot unbedingt jetzt haben will und dabei keine Geduld mehr hat, rational auf die richtigen Karten oder Situationen zu warten, bei denen es sich lohnen würde, die anderen Spieler zu attackieren.

Top pair: Wenn beim Flop bei Hold’em (oder einem anderen Flop-Spiel) drei Karten verschiedener Ränge erscheinen und Sie über ein Paar mit der höchsten hieraus verfügen, besitzen Sie das “Top Pair”.

Turn: Die vierte von fünf Gemeinschaftskarten bei Flopgames (z.B. Hold’em und Omaha). Gelegentlich als “fourth Street” bezeichnet.

Under the gun: Der erste Spieler, der nach den Blind-bets etwas tun muss, wird als “under the gun” (etwa: mit der Pistole im Nacken) bezeichnet.

Wheel: Als Wheel (auch Bicycle genannt) wird das folgende Blatt bezeichnet: A2345. Normalerweise wäre dies ein Straight bis zur 5.